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Im Rahmen der diesjährigen Agrarmesse hat Raiffeisen Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich nach Klagenfurt geholt, um die aktuelle Lage der Agrarpolitik zu beleuchten. Vor allem das Thema der Genossenschaften wurde dabei unterstrichen. So gibt es in Kärnten über 100 Genossenschaften mit über 90.000 Mitgliedern.
Regionalität entscheidet
Berlakovich ist überzeugt, dass Genossenschaften gerade in der Krise Stehvermögen beweisen. Und auch für Landwirtschaftskammerpräsident Walfried Wutscher sind Genossenschaften ein wesentlicher Teil der Krisenbewältigung. Laut Berlakovich solle man jetzt Mut zu Investitionen beweisen und Qualität sichern. "Die Zeit von 'Geiz ist Geil' ist vorbei", sagt Berlakovich. Das untermauert auch eine Umfrage. Demnach sei für 80 Prozent der Konsumenten Regionalität entscheidend. Und genau das trifft auf beispielsweise die Initiative "Genussland Kärnten" von Landesrat Josef Martinz mit dem Kärntner Agrarmarketing zu, wo neben dem Land Kärnten, der Landwirtschaftskammer, den bäuerlichen Initiativen auch Raiffeisen Mitglied ist. Martinz verspricht dadurch eine Belebung ländlicher Regionen.
Volatile Preise
Trotzdem setze laut Berlakovich die Krise den Bauern zu. Nach zweistelligen Einkommenszuwächsen in den Jahren 2007 und 2008 hatten Landwirte 2009 aufgrund volatiler Preise mit Einkommensverlusten um die 20 Prozent zu kämpfen. Gelungen ist aber den Verfall der Milchpreise abzufedern und eine Gegenbewegung in Gang zu setzten. So wurde Milchpulver exportiert und Direktzahlungen vorgezogen. "Wennst ein Geld hast, kannst dich leichter bewegen", sagt dazu der Minister.
Bergbauern unterstützen
Berlakovich setzt sich außerdem für die alpinen Regionen ein. Von diesen "Wiener Grundsätzen" will der Minister auch die Europäische Union überzeugen und Unterstützung für Bergbauern an Land ziehen. Dazu wurde bereits gemeinsam mit dem designierten Landwirtschafts-Kommissar Dacian Ciolos die "Konferenz der alpinen Agrarminister" gegründet. Die Befürchtung, dass den Bergbauern Sonderzahlungen bei der Neuordnung der europäischen Agrarpolitik im Jahr 2013 beträchtlich gekürzt werden, wies Berlakovich zurück.
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